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Tunnelwarte, Zentralwerkstätte und Straßenmeisterei OUF Hausmannstätten

© Jasmin Schuller

Tunnelwarte, Zentralwerkstätte und Straßenmeisterei OUF Hausmannstätten

2012, Gemeinschaftliche Räume
Adresse

St.-Peter-Straße 61, 8071 Hausmannstätten

Planung

Architekt Dipl.-Ing. Dietger Wissounig, Graz

Bauherr

Land Steiermark FA18C + FA18B

Fertigstellung

2012

Jury GerambRose 2012

Prof.in Arch.in Marianne Burkhalter (Vorsitz)
Dipl.-Ing. Markus Bogensberger
Arch.in Mag.a arch., M. Arch. II Gabu Heindl
Dipl.-Ing. Dr. techn. Bernhard Steger
Arch.in DI Alexandra Stingl

Das Bauwerk, das mehrere Funktionen aufnimmt, wird aus mehrerlei Gründen prämiert. Zuallererst für die sensible Einbettung des beträchtlichen Raumvolumens in die Landschaft, was nicht nur für das spezifische Gebäude, sondern auch als Ausdruck einer allgemeinen Haltung der Bauherren zur Landschaft von grundsätzlicher Bedeutung ist. Das Versenken des Gebäudes sowie die umliegende Geländemodellierung samt begrünten Dächern stellen eine gestalterisch unprätentiöse und doch sorgsame Verbindung von Landschaftsplanung, Speichermasse, Schallschutz und Gebäudeabschluss her. Wirtschaftlich und ökologisch intelligente Planung setzt Materialien ein, die für die Funktion des Gebäudes logisch sind. Hervorzuheben ist weiters die räumliche Qualität der Arbeitsplätze im Zentralgebäude mit deren Einbettung in die Landschaft und in den Funktionsablauf des Gebäudekomplexes. Auch wenn die Bepflanzung der Freiflächen zum Zeitpunkt des Jurybesuches noch nicht abgeschlossen war, so ist doch zu hoffen, dass das Bauvorhaben auch im Freien mit derselben Sensibilität fertiggestellt wird, wie dies sonst der Fall ist.

Kurpark Bad Gleichenberg

© Michael H. Forster

Kurpark Bad Gleichenberg

2010, Öffentliche Räume
Adresse

Untere Brunnenstraße 4, 8344 Bad Gleichenberg

Landschaftsplanung

Adelheid Schönborn, München

Planung

Jensen &  Skodvin Arkitektkontor, Oslo mit Architekten Domenig & Wallner, Graz

Bauherr

KAPPA Thermenbeteiligung GmbH, Graz

Fertigstellung

2008

Jury GerambRose 2010

O.Univ.-Prof. Mag.arch. Roland Gnaiger (Vorsitz)
Arch. Dipl.-Ing. Peter Pretterhofer
Arch. Dipl.-Ing. Dr. Bernhard Steger
Ass.-Prof. Arch.in Dipl.-Ing. Dr. Uli Tischler
Arch. Dipl.-Ing. Dietger Wissounig

Anlässlich der Errichtung des neuen Kurhauses in Bad Gleichenberg ist eine beispielhafte Symbiose zwischen dem historischen Park, dem neuen Landschaftsraum und dem Gebäude gelungen.
Auf der einen Seite der Kurpark, ein Landschaftsgarten, der zum Schönsten gehört, was Österreich an Gartendenkmälern zu bieten hat – ihm gegenüber, ganz auf der Höhe der Zeit, das neue Kurhaus. Mit seiner kubischen Form steht dessen Hauptbaukörper den organischen Naturformen des Parks gegenüber, „staut“ diesen auf, gibt ihm Rückhalt und Fassung.

Alleine, es bleibt nicht beim Gegensatz von Natur und Kultur. Um sich mit dem Park zu verbinden, löst sich der Hauptbaukörper in freien, fließenden Formen auf. Aus dem Haus treten sorgfältig detaillierte „Baumhäuser“ hervor, die, von einer subtil in das Bild gesetzten Vegetation unter- und umspielt, eine bezaubernde Erlebniswelt entfalten. Wasserlauf, Licht- und Schattenspiel und die grafische Wirkung der minimalistischen Bepflanzung muten (ohne vordergründigen Verweis) japanisch an.
Mit modernen, zeitgemäßen Gestaltungsmitteln ist neu entstanden, was jeder Kurpark sein sollte: ein Raum des Müßiggangs, ein Revier des Wandelns und Flanierens, ein Freiraum der Beschaulichkeit und Kontemplation.

Freiheitsplatz Graz

© Christian Probst

Freiheitsplatz Graz

2010, Öffentliche Räume
Adresse

Freiheitsplatz, 8010 Graz

Planung

DI Klemens Klinar, Stadtplanung Graz

Bauherr

Stadt Graz

Fertigstellung

2005

Jury GerambRose 2010

O.Univ.-Prof. Mag.arch. Roland Gnaiger (Vorsitz)
Arch. Dipl.-Ing. Peter Pretterhofer
Arch. Dipl.-Ing. Dr. Bernhard Steger
Ass.-Prof. Arch.in Dipl.-Ing. Dr. Uli Tischler
Arch. Dipl.-Ing. Dietger Wissounig

Der bekieste Platz inmitten der Altstadt von Graz mit einer elegant bombierten Fläche, an deren Scheitelpunkt ein historisches Denkmal für Kaiser Franz I. steht, wird östlich und westlich von schattenspendenden Baumreihen begleitet. Die einfachen gestalterischen Eingriffe sind so sparsam und zurückhaltend gesetzt, dass sie in den Hintergrund treten und sich der bewussten Wahrnehmung fast entziehen. Kostengünstige Materialien wie die wassergebundene Tragschicht (Macadam), der Kleinpflasterrahmen oder die Standardmöblierung erzeugen eine ruhige Klarheit. Die Kaffeehaus-Zone im Westen ist asphaltiert, für den Fahrverkehr gesperrt und barrierefrei an den Platz angebunden. Diese Zone wirkt im Sommer ebenso wenig überfüllt, wie sie im Winter leer aussieht.
Bei der Neugestaltung wurden die Parkplätze am Platz reduziert. Aufgrund der nahe gelegenen Parkgarage hätte man vielleicht noch konsequenter vorgehen und den südlichen Bereich mit dem Schauspielhaus und der Hofgasse ebenso in Beziehung zum sich aufspannenden Raum setzen können.
Der Platz ist sehr robust und funktionell. Er bietet Flächen an, die vielseitig genutzt werden können. Die Oberflächen haben keinen übertriebenen Anspruch, wirken selbstverständlich und unprätentiös. Sparsamkeit und Zurückhaltung erzeugen eine äußerst positive Aufwand-Nutzen-Relation.

Gärnerpark Leoben

© paul ott photografiert

Gärnerpark Leoben

2010, Öffentliche Räume
Adresse

Gärnerpark, 8700 Leoben

Planung

stingl-enge architekten ZT-gmbh, Trofaiach
Landschaftsplanung Gerhard Rennhofer, Wien

Bauherr

Stadtgemeinde Leoben

Fertigstellung

2008

Jury GerambRose 2010

O.Univ.-Prof. Mag.arch. Roland Gnaiger (Vorsitz)
Arch. Dipl.-Ing. Peter Pretterhofer
Arch. Dipl.-Ing. Dr. Bernhard Steger
Ass.-Prof. Arch.in Dipl.-Ing. Dr. Uli Tischler
Arch. Dipl.-Ing. Dietger Wissounig

Die Neugestaltung der Parkanlage tritt zugleich sensibel und selbstbewusst in einen Dialog mit dem gegebenen, strukturell starken städtebaulichen Gefüge der Gründerzeit. Eine befestigte und als Platzrelief gestaltete Fläche wird der Wiese mit den bestehenden markanten Einzelbäumen gegenübergestellt. Dieser Gegensatz der beiden Bereiche besticht nicht nur konzeptionell, sondern auch durch die konkrete Materialisierung und Detailqualität.
Ein Gewebe aus Bändern und Flächen entwickelt sich reliefartig in die dritte Dimension (Liegebänke, Pergolen) und erlaubt als robustes formales Muster die Integration unterschiedlicher Materialien, Texturen und Nutzungsangebote, ohne ins Beliebige oder formal Überladene zu kippen. Innerhalb der Bandstruktur bricht das Spiel mit Symmetrie und Asymmetrie die strenge Axialität des Bestandes und verleiht der Anlage etwas Leichtes, Spielerisches. Die Ränder, durch neue Alleebäume in ihrer räumlichen Wirkung gestärkt, werden durchlässiger, die Übergänge der unterschiedlichen Niveaus zwischen Park und Gehsteig geschickt in die Gestaltung integriert. Das Denkmal wird formal wie inhaltlich weiterentwickelt, bildet mit der Wasserwand einen zugleich poetischen und räumlich wirksamen Abschluss des Parkraumes und interpretiert die historische Springbrunnenanlage.
Die sorgfältige Detaillierung des Projektes zeigt großes Verständnis dafür, was einem öffentlichen Raum zumutbar ist, der Park entfaltet eine entspannte, sinnliche Atmosphäre mit hoher Aufenthaltsqualität für unterschiedliche soziale Gruppen. Die Poetik eines Gartens wird gekonnt und angemessen mit den Ansprüchen eines urbanen Raumes verknüpft.

Rastplätze der ASFiNAG

© Ernst Giselbrecht

Rastplätze der ASFiNAG

2010, Öffentliche Räume
Adresse

an diversen Autobahnen, etwa: A9 – Gaishorn, Kalwang; A2 – Herzogberg Nord und Süd

Planung

Planungsgruppe APA – Arbeitsgemeinschaft Parkplätze ASFiNAG

Architektur

Ernst Giselbrecht + Partner, architektur zt gmbh, Graz

Projektleitung, Statik, Verkehrsplanung

Rinderer & Partner, ZT KEG, Graz

Landschaftsplanung

freiland Umweltconsulting ZT GmbH und REVITAL Ziviltechniker GmbH, Wien/Graz/Nußdorf

Haus-& Sicherheitstechnik

TB Moskon & Busz, Graz; TB Herbst, Gleisdorf

Bauherr

ASFiNAG, Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft,  Wien/Graz

Fertigstellung

2008

Jury GerambRose 2010

O.Univ.-Prof. Mag.arch. Roland Gnaiger (Vorsitz)
Arch. Dipl.-Ing. Peter Pretterhofer
Arch. Dipl.-Ing. Dr. Bernhard Steger
Ass.-Prof. Arch.in Dipl.-Ing. Dr. Uli Tischler
Arch. Dipl.-Ing. Dietger Wissounig

Die Rastplätze interpretieren die Autobahn als öffentlichen Raum. Sie sind Orte der Entspannung und Erholung, an denen auch körperliche Bedürfnisse befriedigt werden können. Somit tragen sie zur Verkehrssicherheit bei. Bei der Planung wurde darauf Wert gelegt, die Wahrnehmung der umgebenden Landschaft in das Zentrum des zeitlich sehr begrenzten Aufenthalts zu rücken. Die Raststationen zeichnen sich durch Übersichtlichkeit, Serviceorientierung sowie durch die Angemessenheit der eingesetzten Mittel bei gleichzeitiger formaler Prägnanz und Zeichenhaftigkeit aus. Das modulare und erweiterbare System von unterschiedlich langen Dächern, unter denen sich  die Serviceeinheiten befinden, spricht eine zeitgenössische Formensprache, die als verbindende Corporate Identity die Struktur des Autobahnnetzes auch visuell für die Benutzer der Straßen erfahrbar macht. Die Planung erlaubt es, verschiedene, unterschiedlich große Serviceeinheiten zu integrieren und sich an die jeweiligen örtlichen Gegebenheiten anzupassen, ohne dadurch die Wiedererkennbarkeit zu beeinträchtigen. Es wird angeregt, zukünftig bei der Freiraumplanung gleich hohe Qualitätsstandards anzulegen wie bei der Objektplanung.

Flussaufweitungen Gosdorf, Weyern, Hochwasserschutz Schladming

© Peter Partl

Flussaufweitungen Gosdorf, Weyern, Hochwasserschutz Schladming

2010, Öffentliche Räume
Adresse

8482 Gosdorf; 8734 Großlobming;
8970 Schladming

Planung

freiland Umweltconsulting ZT GmbH, Graz

Bauherr

Amt der Steiermärkischen Landesregierung, FA 19B, mit den Baubezirksleitungen Feldbach, Judenburg und Liezen sowie dem Wasserverband Bezirk Radkersburg

Fertigstellung

2006/2007

Jury GerambRose 2010

O.Univ.-Prof. Mag.arch. Roland Gnaiger (Vorsitz)
Arch. Dipl.-Ing. Peter Pretterhofer
Arch. Dipl.-Ing. Dr. Bernhard Steger
Ass.-Prof. Arch.in Dipl.-Ing. Dr. Uli Tischler
Arch. Dipl.-Ing. Dietger Wissounig

Durch den systematischen Ausbau der Gewässer haben sich zahlreiche unerwünschte Nebenwirkungen eingestellt. So war durch die Erhöhung des Sohlgefälles und die Reduktion der Flussbreite damit zu rechnen, dass sich die signifikante Eintiefung  der Flüsse fortsetzt. Dies wiederum führt zu zunehmenden Schädigungen der Längsbauwerke sowie zu Problemen mit dem korrespondierenden System des Grundwassers. Daher überzeugen die drei Infrastrukturprojekte aus dem Bereich des Wasserbaus: Im Flussraum wurden als Initialmaßnahmen bauliche Eingriffe gesetzt, die die natürliche Eigendynamik der Flüsse wieder in Gang setzen. Der wesentliche Ansatz ist, flusstypische Strukturen nicht zu bauen, sondern  zuzulassen. Durch die Aufweitung ihres Uferraumes können die Flüsse wieder natürliche Flussbettstrukturen wie Nebenarme, Schotterbänke, Prall- und Gleitufer sowie Kolke und Furten ausbilden. Damit entstehen die Voraussetzungen für die Entwicklung natürlicher Gewässer-, Ufer- und Auwaldlebensräume, die in den zuvor regulierten Abschnitten fehlen. Es ist bereits absehbar, das durch das Entstehen und Vergehen von Extrem- und Mangelstandorten im Einklang mit der Wasserführung immer wieder neue Strukturen mit ihrer typischen Besiedelung zu beobachten sein werden.
Das Projekt folgt aber nicht nur ökologischen, sondern auch sozialen Belangen. Für die Menschen entsteht wieder wertvoller Erholungs- und Naturerlebnisraum, in dem die Gestaltungskraft und Dynamik eines natürlichen Flusses erlebbar wird. Ein Angebot, das zahlreiche Radfahrer, Wanderer und Bootsfahrer nutzen.

Kirchplatz Eibiswald

© Peter Eder

Kirchplatz Eibiswald

2010, Öffentliche Räume
Adresse

Kirchplatz, 8552 Eibiswald

Planung

Juan Carlos Gómez Avendaño, HBG Architekten, Graz

Bauherr

Marktgemeinde Eibiswald

Fertigstellung

2009

Jury GerambRose 2010

O.Univ.-Prof. Mag.arch. Roland Gnaiger (Vorsitz)
Arch. Dipl.-Ing. Peter Pretterhofer
Arch. Dipl.-Ing. Dr. Bernhard Steger
Ass.-Prof. Arch.in Dipl.-Ing. Dr. Uli Tischler
Arch. Dipl.-Ing. Dietger Wissounig

Der neu gestaltete Platzraum um die Kirche wird von den umgebenden Häusern, der Schule und der Gartenmauer des Pfarrhauses begrenzt. Wenn man sich dem Kirchplatz nähert, fällt zuerst die Kirche mit ihren scharf geschnittenen Öffnungen und der wunderschönen Wandfärbelung auf, erst auf den zweiten Blick erkennt man die Neugestaltung des Platzes. Das Besondere dieses Ortes herauszuarbeiten und zu unterstreichen war eine Herausforderung, die die Platzgestaltung positiv unaufgeregt erfüllt. In den langen und intensiven Planungsprozess waren neben dem Bauausschuss auch die Anrainer eingebunden. Diese positive und unterstützende Teilnahme wird an der Qualität des Ergebnisses sichtbar.
Das Niveau des Haupteingangs wurde in Form eines kleinen Plateaus auch für die Seiteneingänge beibehalten. Dem östlich leicht abfallenden Gelände wird dabei in Form von gut gesetzten, verlaufenden Stufen begegnet. Die Funktionsflächen für fahrenden und ruhenden Verkehr sind durch eine Änderung der verwendeten Pflasterung getrennt und gliedern den Raum, ohne dass er dadurch in Einzelteile zerfällt. Eine minimale Kante hebt die Fußgängerbereiche barrierefrei von der Fahrfläche ab. Dabei entsteht ein Rahmen um die Kirche.
Spürbar ist die Qualität der Bearbeitung und der Materialität im Umgang mit dem „Stadtraum“ als Ganzem ebenso wie im kleinsten Detail der verschiedensten Anschlüsse der Eingänge und Einbauten. Die Verwendung einer ähnlichen Formensprache setzt den Platz in ein spannendes Verhältnis zur Kirche: Scharfkantige, in der Fläche absolut plan verarbeitete alternierende Steinformate, geradlinig gefasste Wegführungen und die bewusst sparsam gesetzte Möblierung ergeben einen besonderen, präzisen Ausdruck. Adäquat zur Kirche und zum umliegenden Raum ist hier ein beispielgebender und in seiner Zeitlosigkeit nachhaltiger Platz entstanden.

Benediktinerstift Admont, Generalsanierung und Revitalisierung

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© Archiv BauKultur Steiermark, Andreas Scheucher

Benediktinerstift Admont, Generalsanierung und Revitalisierung

2004
Adresse

Kirchplatz 1, 8911 Admont

Planung

Architekt Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Manfred Wehdorn, Wien

Bauherr

Benediktinerstift Admont

Fertigstellung

2002

Am Bau maßgeblich beteiligte Firmen

Bauabteilung des Stiftes Adomt
Strasser BaugmbH, St. Michael

Jury Geramb Dankzeichen 2004

HR Dipl.-Ing. Karl Glawischnig, Vorsitz
Dipl.-Ing. Georg Kanhäuser
Arch. Dipl.-Ing. Gerhard Kreutzer
Arch. Dipl.-Ing. Georg Moosbrugger
Arch. Dipl.-Ing. Irmfried Windbichler

Hier wurde eine beeindruckende und nachhaltige Investition getätigt, die als ein positiver Beitrag zur Baukultur zu werten ist. Sowohl das Stiftsgebäude selbst mit den unterschiedlichen Neugestaltungen als auch die großzügig geformten Freiflächen innerhalb und außerhalb des Stiftes erstrahlen in neuem Glanz. Durch die große Anstrengung des Bauherrn in den letzten Jahren wurde ein beispielhaftes Gesamtwerk geschaffen, wobei auch die präzisen Detailarbeiten beeindrucken und die Kombination von Alt und Neu gelungen ist. Der Qualitätsanspruch trotz eines hohen Budgets ist hervorzuheben.

Regulierung Grimmingbach

© Archiv BauKultur Steiermark, Andreas Scheucher

Regulierung Grimmingbach

2001
Adresse

8951 Pürgg-Trautenfels

Planung

Fa. Donauconsult, Wien u. Baubezirksleitung Liezen

Bauherr

Gemeinde Pürgg-Trautenfels

Fertigstellung

2000

Am Bau maßgeblich beteiligte Firmen

Gebrüder Haider, Ardning
Paltentaler Kies- und Splittwerk

Jury Geramb Dankzeichen 2001

HR Dipl.-Ing. Karl Glawischnig (Vorsitz)
HR Dipl.-Ing. Dr. techn. Friedrich Bouvier, Landeskonservator
Dipl.-Ing. Lambert Gabauer, Leiter der Bauhütte Admont
Arch. Dipl.-Ing. Gerhard Kreiner
OBR Dipl.-Ing. Alfred Weber

Bei dieser Regulierung handelt es sich um einen nachahmenswerten Rückbau des ehemals aus Beton und Stein geradlinig kanalisierten Flusslaufes. Die geschickte Linienführung des neuen Bettes schafft vielfältige Wasser- und Uferzonen und bietet eine gute Grundlage für eine abwechslungsreiche Fauna und Flora.
Ein natürliches Gerinne wurde unter der Berücksichtigung der notwendigen Schutzmaßnahmen und durch Ankauf von landwirtschaftlichen Flächen neu geschaffen.
Dem Fluss wurde vom Bereich der Glattjoch-Bundesstraße bis zur Mündung in die Enns seine natürliche Dynamik zurückgegeben und damit der Natur wieder Raum verschafft. Die Baustelle war bereits nach einem Jahr als solche nicht mehr erkennbar.