Freiheitsplatz Graz

Foto: Christian Probst

Der bekieste Platz inmitten der Altstadt von Graz mit einer elegant bombierten Fläche, an dessen Scheitelpunkt ein historisches Denkmal für Kaiser Franz I. steht, wird östlich und westlich von schattenspendenden Baumreihen begleitet. Die einfachen gestalterischen Eingriffe sind so sparsam und zurückhaltend gesetzt, dass sie in den Hintergrund treten und sich der bewussten Wahrnehmung fast entziehen. Kostengünstige Materialien wie die wassergebundene Tragschicht (Macadam), der Kleinpflasterrahmen oder die Standardmöblierung erzeugen eine ruhige Klarheit. Die Kaffeehaus-Zone im Westen ist asphaltiert, für den Fahrverkehr gesperrt und barrierefrei an den Platz angebunden. Diese Zone wirkt im Sommer ebenso wenig überfüllt, wie sie im Winter leer aussieht.
Bei der Neugestaltung wurden die Parkplätze am Platz reduziert. Aufgrund der nahe gelegenen Parkgarage hätte man vielleicht noch konsequenter vorgehen können und den südlichen Bereich mit dem Schauspielhaus und der Hofgasse ebenso in Beziehung zum sich aufspannenden Raum setzen können.
Der Platz ist sehr robust und funktionell. Er bietet Flächen an, die vielseitig genutzt werden können. Die Oberflächen haben keinen übertriebenen Anspruch, wirken selbstverständlich und unprätentiös. Sparsamkeit und Zurückhaltung erzeugen eine äußerst positive Aufwand-Nutzen-Relation.