Bürogebäude Nikolaiplatz

Foto: © Andreas Buchberger

Dem Zuschnitt des Grundstücks als „ Insel “ zwischen Mur und der weitgehend historischen Bebauung begegneten die Planer mit einem reduzierten, skulpturalen, viergeschossigen Solitär mit allseitig gleicher schachbrettartiger Fassade. Die geschlossenen Fassadenteile wurden mit Aluverbundplatten, in denen sich von außen nicht wahrnehmbare Öffnungsflügel befinden, verkleidet.
Da das Gebäude stirnseitig erschlossen wird, war es möglich, die vermieteten Büroeinheiten mit einer Grundfläche von 8,7 × 19,3 Metern und einem modularen Raster von 1,3 Metern stützenfrei zu halten. Um die Erdgeschosszone attraktiv zu gestalten, gibt es hier ein zweigeschossiges Büro mit Galerie und einer Wendeltreppe als interner Erschließung  sowie einen direkten Zugang auf die gepflasterten Außenanlagen. Auf allen drei Geschossen sind die grundsätzlich offenen Büroeinheiten durch die Möglichkeit von Trennwänden flexibel nutzbar. Im obersten Geschoss befindet sich ein „Penthouse “ mit Besprechungsraum und zwei Terrassen, das allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur Verfügung steht.
Die Jury betont die großzügige Raumstruktur in den Büros, die gute Einbeziehung des Außenraums, den Umgang mit der schwierigen Erdgeschosszone und die gemeinschaftliche Nutzung des obersten Stockwerks. Die hochwertige Ausführung wird ebenso positiv hervorgehoben wie das Konstruktionskonzept und die unternehmerische Initiative des Bauherrn.